Aschenputtel – Kristina Ohlsson

Sie wachte mit einem Ruck auf und drehte sich zu ihm um. Ihre Augen glänzten vor Angst. Sie wusste nie, was sie erwartete, wenn die Dunkelheit kam.
„Es ist soweit, Püppchen. Wir können loslegen“
(Seite 13)

 

Aschenputtel – Kristina Ohlsson
Informationen
ISBN: 3-442-37580-0
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Genre: Thriller
Seitenzahl: 494 Seiten
Jahr: 2012
Preis: sFr. 14.90

 

Das ist der 1. Teil der „Recht/Bergmann/Rhyd“-Reihe

 

Kaufmotivation / Eindruck vor dem Lesen

Dieses Buch wurde mir von jemandem weitergegeben, der einen sehr guten Büchergeschmack hat, also hatte ich keine grossen bedenken, dass mir das Buch nicht gefallen könnte. Ich war von Beginn an sehr gespannt, wie das Buch sein wird. Schliesslich handelt es sich wiedereinmal um eine neue Bücherreihe und ich LIEBE Bücherreihen, da man dann weiter von den Personen lesen kann und nicht, kaum kennt man die Charakteren, sich wieder von ihnen trennen muss.

Handlung, Schreibstil und Charakteren

In Schweden ist es Sommer und doch ist es kalt und regnet ununterbrochen, als ein Kind entführt wird. Das Ermittlerteam von Alexander Recht nimmt sich dem Fall an. Dazu gehört Frederika Bergman, welche als Frau und ohne Vorkenntnisse im Polizeidienst nicht sehr ernst genommen wird, etwas unterkühlt scheint, jedoch aber eine geniale analytische Denkensweise hat und oftmals schnell wichtiges erkennt. Bei der Polizei fühlt sie sich nicht sehr wohl, aber der Fall ist ihr von Anfang an sehr wichtig. Weiter im Team ist Peder Rydh. Ihm ist es wichtig in der Arbeit Erfolge zu haben und auch gut dazustehen. Privat hat er einige Schwierigkeiten. Das Team ist aus sehr unterschiedlichen Charakteren zusammengesetzt, aber genau das macht ein gutes Team ja auch aus. Als noch ein weiteres Kind entführt wird, artet das ganze zu einem grossen und beängstigenden Fall aus…

Meine Meinung

Die Geschichte liest man schnell durch, da es nie langweilig wird. Neben dem zu lösenden Fall, werden die privaten Geschichten und Gedanken der Hauptprotagonisten in den Vordergrund gerückt und man kommt ihnen näher. Die Charakteren unterscheiden sich sehr, aber alle sind sehr menschlich und niemand ist einem wirklich unsympathisch.

Die Geschichte ist sehr spannend und doch habe ich das Motiv schon viel früher als das Ermittlerteam herausgefunden, sodass ich mir an manchen Stellen wünschte, ich könne da anrufen und ihnen einen Tipp geben 🙂

Viele Thriller-Reihen, welche ich lese, sind einiges blutiger geschrieben. Dass Kristina Ohlsson bei ihrer Geschichte grösstenteils auf brutale und blutige Details verzichtet hat, empfand ich auch einmal als angenehm. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und auch das Ende empfinde ich nicht als ein typisches Thriller-Ende.

Obwohl das Cover niemals auf den Inhalt des Buches schliessen lässt, finde ich es sehr passend. Etwas düster und natürlich auch passend zum Titel.

Fazit

Das Buch ist ein klassischer Thriller, wie man sie gerne liest, wenn man Thriller mag. Das trübe schwedische Wetter verdüstert die Geschichte etwas und gibt das richtige Feeling. Auf brutale und vorallem blutige Schilderungen hat die Autorin grösstenteils verzichtet, was ich zwischendurch als sehr gut empfinde. Was mich etwas gestört hat war, dass ich das Motiv ca. 150 Seiten vor dem Ermittlerteam herausgefunden habe. Ich kann das Buch aber dennoch allen, die gerne Thriller lesen, weiterempfehlen.

 

Wertung

Cover/Gestaltung: 4/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Spannung: 3.5/5
Überraschungseffekte: 3.5/5
Tiefgang: 4/5
Lesetempo: 4/5
Punkte gesamt: 27,5/35

Gesamtwertung

4.5 Sterne
(4.5 Sterne)

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