Bis zur letzten Lüge – Emilie Richards

Er schien mit sich zu kämpfen. „Das hier wird dein Leben verändern“, sagte er schliesslich.
„Das hoffe ich.“ Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und probierte aus, wie sich ihre Lippen auf seinem Mund anfühlten. „Gott, ich hoffe es so“, flüsterte sie an seinen Lippen.
(Seite 240)

bis_zur_letzten_luegeInformationen
ISBN: 3-89941-970-7
Verlag: Mira Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Genre: Liebesgeschichten
Seitenzahl: 540 Seiten
Originaltitel: Iron Lace
Jahr: 2012
Preis: sFr. 14.50

Kaufmotivation / Eindruck vor dem Lesen

Obwohl ich bisher nur gute Erfahrungen mit Mira Taschenbücher gemacht habe, ist „Bis zur letzten Lüge“ wohl kein Buch, welches ich mir selbst gekauft hätte. Ich habe das Buch, zusammen mit dem Nachfolger „Gefährliches Vermächtnis“, als Empfehlung erhalten. Nach dem Cover zu urteilen, habe ich eine eher leichte Romantikkomödie erwartet.

Handlung/Aufbau

In dem Buch handelt es sich um die wohlhabende, weisse Dame Aurore Gerritsen. Aurore beauftragt mitte der sechziger Jahren einen schwarzen Journalist, um ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dieser aber ist etwas skeptisch und entschliesst sich nur schwer, den Auftrag anzunehmen. Die Geschichte beginnt, als Aurore noch sechs Jahre alt war und einen starken Sturm überlebte. Parallel dazu wird die Geschichte von Raphael begonnen, einem Jungen, der ohne Vater aufgewachsen ist und von Piratenschätzen träumt. Der Sturm veränderte das Leben aller – ein Schicksalsschlag, der die Zukunft beeinflusst. Mehr als zehn Jahre später lernen Aurore und Raphael sich kennen. Eine Liebesgeschichte beginnt…

Schreibstil

Immer wieder wurde von der Vergangenheit in die Gegenwart (1965)  gewechselt, was mich dann immer wieder darauf blangen liess, dass Aurore weitererzählt. Obwohl ich auch die gegenwärtige Geschichte interessant gefunden habe, dachte ich dann immer: „Wann geht’s weiter?“
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, sehr emotional aber nicht zu schwer, auch wenn man das Buch nicht als „leichte Lektüre“ bezeichnen kann. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt. Ich fand auch sehr gut, dass die Geschichte, obwohl von Aurore erzählt, aus verschiedenen Perspektiven geschrieben wurde.

Charakteren

Im Mittelpunkt steht Aurore, welche mir sehr sympathisch ist – als junge Frau, sowie dann auch älter. Sie ist interessiert und hat ihre eigene Meinung. Sie lässt sich nichts sagen, ach wenn sie nicht immer die richtige Entscheidung für sich und ihr Leben fällt. Sie ist jedoch sehr stark und weiss, wenn sie handeln muss. Daneben gibt es Raphael, als junge abenteuersuchend und gutmütig. Später geprägt von einem Ereignis, welches sein handeln bestimmt. Mutig und alles andere als naiv trifft man ihn dann wieder an. Auch die weiteren Charakteren sind gut ausgearbeitet und man kann sich gut in sie einfühlen.

Fazit

Wie ihr sicher schon etwas herausgelesen habt, hat mich das Buch absolut mitgerissen und ich habe bereits mit dem zweiten Teil begonnen. Aber keine Angst: Auch wenn es ein Zweiteiler ist, hat das Buch keinen Cliffhanger. Bei diesem Buch kann ich wirklich nichts bemängeln. Die Spannung und Emotion blieb konstant erhalten und die Charakteren fand ich sehr sympathisch und passend. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, obwohl ich mir das Buch nicht ausgesucht hätte. Es ist immer wieder schön positiv überrascht zu werden. Wie oft freut man sich auf ein Buch und merkt dann bei Seite 150, dass es nicht mal annähernd so gut ist wie man gedacht hat? Ich bin auf jeden Fall auf den nächsten Teil gespannt und freue mich, dass meine erste Rezension so positiv ausfällt!

Wertung

Cover/Gestaltung: 3/5
Schreibstil: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Spannung: 4,5/5
Überraschungseffekte: 2,5/5
Tiefgang: 2,5/5
Lesetempo: 5/5
Punkte gesamt: 26,5/35

5 Sterne

Ps. Seit gnädig, das ist meine erste Rezension und sicher noch verbesserungswürdig… 😉

 

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