Gefährliches Vermächtnis – Emilie Richards

Nicky wollte sich ihrer Mutter nicht so nahe fühlen. Aber in diesem Moment konnte sie nicht anders. Denn sie verstand plötzlich besser als irgendjemand sonst, wie giftig Geheimnisse sein konnten.
(Seite 186)

Gefährliches Vermächtnis - Emilie RichardsInformationen
ISBN: 3-86278-312-X
Verlag: Mira Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Genre: Liebesgeschichten
Seitenzahl: 460 Seiten
Originaltitel: Rising Tides
Jahr: 2012
Preis: sFr. 13.50

Hinweis: Dies ist der Nachfolger von „Bis zur letzten Lüge“ und deshalb kann die Rezension eventuell etwas über den Inhalt des Vorgängers verraten.

Kaufmotivation / Eindruck vor dem Lesen

Da ich bereits den Vorgänger „Bis zur letzten Lüge“ gelesen habe, waren meine Erwartungen an das Buch klar: ein guter Schreibstil und mehr Geschichten aus dem Leben von Aurore. Und eventuell wieder ein Geheimnis, welches gelüftet werden muss?…

Handlung/Aufbau und Schreibstil

Aurore Gerritsen ist gestorben und hinterlässt weitere Geheimnisse, in welche sie der Familie bei ihrer Testamentseröffnung einweihen möchte. Dazu lädt sie alle in ihr Anwesen nach Grand Isle ein, was grosse Unklarheiten aufwirft, da vielen nicht klar ist, wie sie zueinander stehen. So sitzt nun beispielsweise der Senator Ferris Lee Gerritsen, Aurores Sohn und Befürworter der Rassentrennung, der farbigen Jazz und Blues Sängerin Nicky Valentine gegenüber, ohne zu wissen, weshalb diese mit ihrem Sohn ebenfalls eingeladen wurde. Nach und nach kommen Familiengeheimnisse ans Licht.

Die Geschichte wird auch hier wieder aus den verschiedenen Perspektiven erzählt und wechselt von der Gegenwart, die sechziger Jahre, immer wieder zurück in die Vergangenheit. Dies hat mir sehr gut gefallen und im Gegensatz zum Vorgänger „Bis zur letzten Lüge“, empfand ich die gegenwärtige Geschichte genauso interessant, wie die Geschichten der Vergangenheit.

Charakteren

Diesmal stand weniger Aurore Gerritsen im Zentrum der Geschichte, sondern ihre Söhne Ferris Lee Gerritsen und Hugh Gerritsen, welche verschiedener nicht sein können. Während der machtgierige Ferris rassistische Ansichten hat, setzt sich der feinfühlige Hugh für die Auflösung der Rassentrennung ein, aber auch sonst sind sie grundverschieden. Dawn, die Tochter von Ferris und Nichte von Hugh spielt ebenfalls eine grosse Rolle – mit den Ansichten ihres Onkels und die Stärke ihres Vaters, ist sie von Beginn an sympathisch. Das Buch enthält auch weitere interessante Charakteren, welche ebenfalls gut in die Geschichte passen.

Fazit

Als ich den Vorgänger fertiggelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten, mit dem nächsten Teil zu beginnen, doch leider konnte dieses Buch nicht ganz mithalten. Obwohl die Charakteren, welche einem teilweise aus dem  letzten Buch bereits bekannt sind, sehr gut dargestellt wurden, fehlte es etwas an Tiefe. Die erwartete Romantik fehlte und für mich waren es etwas zu viele Geschichten, sodass es nicht unbedingt die Eine Geschichte gab, welche einem gefühlsmässig mitreisst. Das Buch war jedoch alles in allem nicht schlecht und es komplettiert die Familiengeschichte, sodass ich es doch sehr empfehlen kann, hat man „Bis zur letzten Lüge“ gelesen.

Wertung

Cover/Gestaltung: 3/5
Schreibstil: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Spannung: 3,5/5
Überraschungseffekte: 2/5
Tiefgang: 2/5
Lesetempo: 3/5
Punkte gesamt: 22,5/35

Gesamtwertung

3.5 Sterne
(3.5 Sterne)

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